Stadtwerke Barmstedt

Aus Barmstedt-Geschichte
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Schon im Jahre 1867 wurde von seiten der Stadt der Bau einer Gasanstalt erwogen, doch hierfür wurden große Mengen Kohle benötigt, und der Transport der Kohle nach Barmstedt wäre aufwendig und teuer gewesen. Nach dem Bau der Eisenbahn jedoch konnte der Plan im Jahre 1899 umgesetzt werden. Der Bau wurde von der Berlin-Anhaltischen-Maschinenbau-AG ausgeführt. Die Kosten beliefen sich betriebsfertig auf 145.000,-- Mark. Am 2. Dezember 1899 fand die Einweihung der Anlage statt.

Anfangs waren 210 Abnehmer angeschlossen. Die Zahl stieg aber von Jahr zu Jahr, so dass man mit Erweiterungsbauten die Fabrikation dem sich steigemden Bedarf anpassen musste. Das Werk umfaßte zwei Öfen mit sechs und acht Retorten. Die Tagesleistung betrug etwa 1.500 bis 2.000 Kubikmeter Gas.

Die Zahl der Abnehmer und der Verbrauch stieg ständig. Um weiteren Neu- und Erweiterungsbauten aus dem Weg zu gehen, entschloss die Stadt Barmstedt, dem Beispiel anderer holsteinischer Städte zu folgen und den Anschluss an die Hamburger Ferngasleitung zu suchen. Der Vertrag mit Hamburg wurde am 20. September 1952 geschlossen. Bereits am 19. Dezember desselben Jahres konnte das Ferngas durch die neue Rohrleitung von Quickborn in den hiesigen Gasometer geleitet werden.

Die Stadtwerke am Bahnhof im Jahre 1937

Eine in den folgenden Jahren stetige Aufwärtsentwicklung, der steigende Einsatz von Gas für Heizzwecke führte im Jahre 1973 zur Umstellung des Ferngasbezuges auf Erdgas.


Seit dem Jahr 1915 werden die Haushalte und die industriellen Betriebe Barmstedts mit Elektrizität versorgt. Eine zentrale Wasserversorgung erhielt Barmstedt 1956.

Bereits 1953 beschloss die Stadtverordnetenversammlung, eine Warmwasserbadeanstalt im freigewordenen Gas-Betriebsgelände der Stadtwerke zu errichten, die Wannenbäder und Duschen anbieten sollte. Die Badeanstalt wurde 1957 erstellt und am 3.4.1958 mit dem Pächter Herbert Vetter, dem späteren Inhaber des Kurbades in der Königstr. 42, in Betrieb genommen. Sie hat bis in das Jahr 1967 hinein bestanden.

Mit der Einweihung des Wellenbades Barmstedt/Rantzau am 4.10.1979 kam erneut der Betriebszweig "Badeanlagen" hinzu.

Seit 2011 sind die Stadtwerke Barmstedt mit dem Aufbau eines Breitbandnetzes für die Versorgung mit Internet, Telefon und Fernsehen beschäftigt.