Humburg-Haus: Unterschied zwischen den Versionen

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* 850 Jahre Barmsted, hg. von der Stadt Barmstedt 1990
 
* Archiv Peter Steenbuck
 
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* Ausstellung und Bilder im Humburg-Haus (Utlucht, Eingangsbereich)
 
* Ausstellung und Bilder im Humburg-Haus (Utlucht, Eingangsbereich)
 
* Barmstedter Zeitung
 
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* Barmstedt - geschichtliche Schau, Hans Dössel, hg. von der Stadt Barmstedt 1988
 
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Version vom 14. April 2013, 19:34 Uhr

Zur Geschichte des Hauses und der Familie Humburg

Humburg-Haus Chemnitzstrca1900.jpg
Das Humburg-Haus in der Chemnitzstraße
Humburg-Haus Stallungen Heuwagen ca 1970 St.jpg Humburg-Haus Luftbild St.JPG



Der Hof von Süden gesehen mit der Streuobstwiese und dem Scheunengebäude davor, Foto von ca. 1985, die Scheune wurde abgerissen, dort befindet sich jetzt der Bauerngarten
Das Humburg-Haus, heute eines der ältesten Häuser der Stadt, wurde 1783 erbaut, wie es die Inschrift am Sturz der "Babendör" (Eingangstür zur Chemnitzstraße) nachweist. Es ist ein Zweiständerhaus und hatte früher eine durchlaufende Große Diele (Grootdeel) mit Lehmboden. An der Ostseite befand sich eine angebaute Schmiede, die der Großvater des letzten Bewohners abreißen ließ, weil er das traditionelle Handwerk der Humburgs nicht mehr ausübte.
Die Inschrift über der Eingangstür
Datei:Humburg hermann2.jpg
Der letzte Bewohner des Hauses Hermann Humburg (1904-1988)
Eine alte Schmiede-Rechnung der Familie Humburg aus dem Jahre 1596
Der Stifter Dr. med Ernst Heinrich Humburg (1912-1999)

Durch Amtsbücher der Schauenburger und Rantzauer Grafen und ab 1669 durch Kirchenbücher lässt sich die Familie Humburg über 11 Generationen bis 1582 zurückverfolgen. Mindestens seit dem 16. Jahrhundert waren die Vorfahren Schmiede gewesen, wie diese alte Rechnung aus dem Jahre 1596 von Harm Humborg an das "Haus Barmstede" zeigt. Hierin gibt er an, was die gräflich-schauenburgische Kasse des Amtes Barmstedt, dessen Sitz damals die Burg auf den Krückauinseln war, ihm für geleistete Schmiedearbeiten von Michaelis 1595 bis Ostern 1596 schuldete. Als Währung galt zu der Zeit die Lübsche Mark, von der eine 16 Schilling wert war. Ein Schilling hatte 12 Pfennige. Für die Schmiedearbeit von Michaelis bis Ostern, also für ein halbes Jahr, wurden acht Mark, zwei Schilling und sechs Pfennige berechnet. Das Original der Rechnung befindet sich im Privatarchiv der Schauenburger Grafen in Bückeburg.

Foto vom Winter 1909, dem Jahr, als die Linde vor dem Humburghaus fiel
Der Vater des letzten Bewohners übernahm 1903 das Humburg-Haus und baute es zum Bauernhaus um, also einem der "Ackerbürger"-Häuser mitten in der Stadt, aber mit großer Wiesenfläche zur Krückau hin. Nur das Fachwerk des Vordergiebels blieb erhalten. Vor dem Haus stand eine doppelkronige Linde bis zum 15.03.1909. Nach ihr wurde der gegenüber liegende Gasthof "Zur Linde" benannt. Der letzte Bewohner der Hauses war der Bruder des Stifters, Hermann Humburg (1904-1988).

Das Humburg-Haus wurde nach dem Tod seines Bruders am 26.05.1989 vom damaligen Besitzer Dr. med. Ernst-Heinrich Humburg (1912-1999) im Wege einer fiduziarischen Schenkung auf die Stadt Barmstedt übertragen. Danach wurde es zunächst aufwändig renoviert und restauriert. Das Stallgebäude wurde abgerissen und die Fläche zusammen mit dem Hof in einen idyllischen dörflichen Platz mit Bauerngarten, Streuobstgarten und Wiesen verwandelt. Aus den weiter entfernt liegenden zum Hof gehörenden Wiesen machte die Stadt Barmstedt zusammen mit den früher dort befindlichen Schrebergärten eine wasserdurchzogene Naturlandschaft, die sich (fast) ohne menschlichen Eingriff entwickeln kann.

Die Verwaltung des Hauses übernahm ein am 21.03.1992 gegründeter Verein, der den Stifter als Rechtsnachfolger vertritt. Das Haus sollte laut Schenkungsvertrag auschließlich öffentlich genutzt werden und ist deshalb heute für die Bürger und Vereine der Stadt ein wichtiger Treffpunkt. Privatfeiern, Vereinssitzungen und Kultur-Veranstaltungen finden hier statt.

Fast immer ausverkauft sind die hochkarätigen Musik-, Literatur- oder Kabarettveranstaltungen des Barmstedter Kulturvereins "Pfiff", der hier wegen der urigen Atmosphäre seine wichtigste Spielstätte hat.

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Quellen

  • 850 Jahre Barmsted, hg. von der Stadt Barmstedt 1990
  • Archiv Peter Steenbuck
  • Ausstellung und Bilder im Humburg-Haus (Utlucht, Eingangsbereich)
  • Barmstedter Zeitung
  • Barmstedt - geschichtliche Schau, Hans Dössel, hg. von der Stadt Barmstedt 1988