Hauptseite: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Barmstedt-Geschichte
Wechseln zu: Navigation, Suche
Zeile 32: Zeile 32:
 
Die Residenz der Grafschaft schuf Christian Rantzau auf den Krückauinseln bei Barmstedt, wo schon seit dem Spätmittelalter das Haus Barmstedt als Herrschafts- und Verwaltungssitz der damaligen Holstein-Pinneberger Grafen lag. Die heutige „Schlossinsel“ war ursprünglich eine Wasserburganlage, die aus mehreren umwallten Inseln innerhalb eines Sumpfgebiets bestand. Die Reichsgrafen Rantzau schufen dort eine Schlossanlage, die einen repräsentativen Charakter hatte. Ein neu gefretigtes, professionelles Modell der Schlossanlage im Maßstab 1:200 (1,50 m x 1,00 m) zeigt den baulichen und landschaftlichen Zustand der Residenz auf den Krückauinseln zur Grafenzeit.<br>
 
Die Residenz der Grafschaft schuf Christian Rantzau auf den Krückauinseln bei Barmstedt, wo schon seit dem Spätmittelalter das Haus Barmstedt als Herrschafts- und Verwaltungssitz der damaligen Holstein-Pinneberger Grafen lag. Die heutige „Schlossinsel“ war ursprünglich eine Wasserburganlage, die aus mehreren umwallten Inseln innerhalb eines Sumpfgebiets bestand. Die Reichsgrafen Rantzau schufen dort eine Schlossanlage, die einen repräsentativen Charakter hatte. Ein neu gefretigtes, professionelles Modell der Schlossanlage im Maßstab 1:200 (1,50 m x 1,00 m) zeigt den baulichen und landschaftlichen Zustand der Residenz auf den Krückauinseln zur Grafenzeit.<br>
 
'''Die freie Reichsgrafschaft Rantzau'''<br>
 
'''Die freie Reichsgrafschaft Rantzau'''<br>
Der Norden des Kreises Pinneberg mit den Hauptorten Barmstedt und Elmshorn bildete von 1650 bis 1726 einen eigenständigen Staat, die freie Reichsgrafschaft Rantzau, begründet durch den Ritter Christian Rantzau auf Breitenburg. Als Reichsgraf verfügte er über die Hoheitsrechte eines absolutistischen Herrschers, wenngleich die Zahl der Untertanen gering war und zu seiner Grafschaft nur gut 20 Bauerndörfer und zwei Kirchdörfer gehörten. Als Zeichen fürstlicher Souveränität ließen Christian Rantzau und sein Sohn Detlev Münzen als Zahlungsmittel prägen. Die Reichsgrafschaft wurde 1726 nach der Inhaftierung des letzten Reichsgrafen dem dänischen Gesamtstaat eingegliedert.<br>
+
Der Norden des Kreises Pinneberg mit den Hauptorten Barmstedt und Elmshorn bildete von 1650 bis 1726 einen eigenständigen Staat, die freie Reichsgrafschaft Rantzau, begründet durch den Ritter Christian Rantzau auf Breitenburg. Als Reichsgraf verfügte er über die Hoheitsrechte eines absolutistischen Herrschers, wenngleich die Zahl der Untertanen gering war und zu seiner Grafschaft nur gut 20 Bauerndörfer und zwei Kirchdörfer gehörten. Als Zeichen fürstlicher Souveränität ließen Christian Rantzau und sein Sohn Detlev Münzen als Zahlungsmittel prägen. Die Reichsgrafschaft wurde 1726 nach der Inhaftierung des letzten Reichsgrafen dem dänischen Gesamtstaat eingegliedert.<br><br>
 +
[[Das Geld der Grafen|Ausführliche Informationen zur Ausstellung]]
  
 
|}
 
|}

Version vom 23. Mai 2019, 12:14 Uhr

Willkommen bei Barmstedt-Geschichte - Schnelleinstieg:

Bttn geschichte.jpg

Bttn strassen orte.jpg

Bttn personen.jpg

Bttn aktuelles.jpg

DasGeldDerGrafenTitel.jpg

Sonderausstellung: Das Geld der Grafen

Im Zentrum der Ausstellung stehen Münzen und Medaillen der Reichsgrafen Rantzau und ihrer ritterschaftlichen Vorfahren. Die gezeigten Exponate sind keine Originale, sondern Repliken, die eigens für die Ausstellung von einem Mitglied der ehrenamtlich tätigen Museumsgruppe gefertigt wurden. Ergänzt wird die Ausstellung um Objekte und Info-Tafeln, die einen Eindruck von der Entstehung der Grafschaft, ihrer Struktur und dem Leben der Bewohner vermittelt.
Münzen und Medaillen
Die Reichsgrafen Christian und Detlev nutzen das mit ihrer fürstlichen Souveränität verbundene Münzrecht und ließen Münzen für den Geldumlauf prägen. Die Münzen sollten nicht nur im eigenen Territorium als Zahlungsmittel gelten. Christian Rantzau ließ für den Umlauf Golddukaten und Silbertaler prägen, als Schaumünzen fungierten sog. Portugalöser. Die Münzen trugen sein Konterfei. Sein Sohn Detlev ließ ebenfalls Golddukaten prägen, daneben auch Silbergulden. Allerdings ging er dabei nicht rechtschaffen vor. Auf der Residenz Rantzau ließ er „Wippermünzen“ mit reduziertem Edelmetallgehalt herstellen, eine unzulässige Wertminderung. Diese Aktion flog auf, die Münzen wurden wieder eingeschmolzen. Die unmittelbaren Vorfahren der Reichsgrafen prägten in kleiner Stückzahl Medaillen. Diese wurden nicht in Umlauf gebracht, sondern sollten an den Auftraggeber erinnern.
Residenz und Schloss Rantzau
Die Residenz der Grafschaft schuf Christian Rantzau auf den Krückauinseln bei Barmstedt, wo schon seit dem Spätmittelalter das Haus Barmstedt als Herrschafts- und Verwaltungssitz der damaligen Holstein-Pinneberger Grafen lag. Die heutige „Schlossinsel“ war ursprünglich eine Wasserburganlage, die aus mehreren umwallten Inseln innerhalb eines Sumpfgebiets bestand. Die Reichsgrafen Rantzau schufen dort eine Schlossanlage, die einen repräsentativen Charakter hatte. Ein neu gefretigtes, professionelles Modell der Schlossanlage im Maßstab 1:200 (1,50 m x 1,00 m) zeigt den baulichen und landschaftlichen Zustand der Residenz auf den Krückauinseln zur Grafenzeit.
Die freie Reichsgrafschaft Rantzau
Der Norden des Kreises Pinneberg mit den Hauptorten Barmstedt und Elmshorn bildete von 1650 bis 1726 einen eigenständigen Staat, die freie Reichsgrafschaft Rantzau, begründet durch den Ritter Christian Rantzau auf Breitenburg. Als Reichsgraf verfügte er über die Hoheitsrechte eines absolutistischen Herrschers, wenngleich die Zahl der Untertanen gering war und zu seiner Grafschaft nur gut 20 Bauerndörfer und zwei Kirchdörfer gehörten. Als Zeichen fürstlicher Souveränität ließen Christian Rantzau und sein Sohn Detlev Münzen als Zahlungsmittel prägen. Die Reichsgrafschaft wurde 1726 nach der Inhaftierung des letzten Reichsgrafen dem dänischen Gesamtstaat eingegliedert.

Ausführliche Informationen zur Ausstellung

Heft1-Schatten.png

Heft2-Schatten.png

Barmstedt-Geschichte - Heftreihe
Zwei Hefte unserer Barmstedt-Geschichte sind bisher erschienen. Auf der Grundlage der Texte dieses Barmstedt-Wiki entstand eine recht umfassende Chronik der Ortsgeschichte Barmstedts und seiner näheren Umgebung, vor allem der Grafschaft Rantzau. Dabei war es der Anspruch der Autoren, zwischen verlässlicher wissenschaftlich fundierter Darstellung und für Laien guter Lesbarkeit das richtige Verhältnis zu finden. Bisher ist der Zeitraum von der Frühzeit bis zur Gründung des Kaiserreichs erfasst. Die späteren Epochen werden in weiteren Folgen dargestellt - das ist jedenfalls der Plan. Umrahmt wird diese Chronik von einer großen Zahl neuerer und älterer Texte, Bilder und Karten aus Barmstedts Geschichte und Gegenwart, die jeweils zum Schwerpunkt des Heftes passen. Sie sind zum Teil neu, zum Teil auch älter und schon vor längerer Zeit erschienen, aber aus unserer Sicht so wichtig, dass sie in einem Sammelband festgehalten werden sollten. Einige alte handschriftliche Texte wurden hier zum ersten Mal veröffentlicht.

Damit bieten wir Bücherfreunden eine reich bebilderte Chronik Barmstedts und der Grafschaft Rantzau und zusätzliche Aufsätze, Bildstrecken und Reportagen zu einigen, wie wir meinen, interessanten und wichtigen Entwicklungen, Personen und Ereignissen.

Probe-Startseite


Fundstück aus unserem Archiv
Atelier des Fotografen Rudolph Averhoff

Das Foto zeigt das Atelier des Fotografen Rudolph Averhoff (1882-1969) in der Kirchenstraße 7. Zuletzt befand sich sein Geschäft in der Reichenstraße 21.

Weitere Fundstücke finden sie hier.

Barmstedt, Kirchenstraße 7
Steig ein in unsere Geschichte!

Inhalt / Übersicht:

Aktuelle Projekte:


Jetzt auch die 'kleine Version' für das Smartphone mobil.
BarmstedtSH.JPG

Barmstedt ist nicht nur eine nette Kleinstadt mitten im holsteinischen Auenland, es ist auch ein Ort mit mehr als 875 Jahren zum Teil gut dokumentierter Geschichte, an dem sich wie unter einer Lupe vergrößert zeigen lässt, was sich auf verschiedene Weise in neun Jahrhunderten im ganzen Land abgespielt hat. Die Geschichte Barmstedts und der Grafschaft Rantzau, die weitgehend dem Urkirchspiel Barmstedt entsprach, wollen wir in unserem Wiki erzählen.

  • Auf der Burg, umgeben von Sumpfland und mehreren Armen der sich hier vor einer Barre teilenden Krückau, saßen danach seit etwa 1322 die Amtmänner für die Schauenburger Grafen, die das Gebiet von Elmshorn bis Heidkaten, von Bokel bis Ellerhoop verwalteten und dem Grafen bzw. dessen Drosten auf der Hatzburg bei Wedel und ab 1400 auf dem Schloss Pinneberg untergeben waren.
  • Auf der Schlossinsel, die heute zu Barmstedt gehört und damals noch aus vier kleinen Inseln in der Krückau bestand, befand sich nach dem Dreißigjährigen Krieg die Residenz der Freien Reichsgrafschaft Rantzau, eines Miniaturfürstentums von 1650 bis 1726, gegründet vom Statthalter des dänischen Königs in den Herzogtümern Schleswig und Holstein, Christian Rantzau auf Breitenburg.
  • Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Gemeinde, ab 1866 unter preußischer Verwaltung, rasant zu einem Zentrum des Schuhmacherhandwerks, berühmt für die hohen Seestiefel, wurde 1896 zur Stadt und zum beliebten Naherholungsort, bekannt ab 1938 auch für den Rantzauer See.
  • Nach dem 2. Weltkrieg verdoppelte sich die Einwohnerzahl durch Flüchtlinge aus dem Osten, dennoch blieb das Städtchen das kleinste im Kreis Pinneberg, nach wie vor umgeben von Wald, Wiesen und Feldern, durchflossen von der Krückau und durch seine Nähe zu Hamburg mittendrin im Leben der globalisierten Welt.


Schlossinsel Infotafeln.jpg
Info-Tafeln für Barmstedts Geschichte.

Historische Orte in Barmstedt sind nicht immer gleich zu erkennen. Und dabei ist ihre Geschichte spannend. Darum haben wir in diesem Jubiläumsjahr die ersten Infotafeln hergestellt, die sie erzählen. Links präsentieren wir mit freundlicher Unterstützung der Stadt und des Humburghausvereins das Schild am Humburghaus, rechts die neuen Tafeln auf der Schlossinsel. Bald werden die Rantzauer Wassermühle und das Gemeindehaus folgen.

Geschichtswerkstatt Barmstedt erhält Spende

Sabine Krüger und Kerstin Süverkrübbe haben der Geschichtswerkstatt Barmstedt 200 Euro gespendet. Jan Teegen, Michael Theilig und Andreas Lenz nahmen die Spende im Getreidesilo der Rantzauer Wassermühle in Empfang. Die beiden Weberinnen haben im Silo eine Weberei eröffnet (fadenweise.de) und den Erlös von der Eröffnungsfeier der Geschichtswerkstatt Barmstedt gespendet. „Damit können wir unsere Projekte weiter finanzieren“, sagte Theilig.

SpendeWeberei.jpg


Mehr Informationen zur Geschichtswerkstatt Barmstedt und zu diesem Internet-Projekt</p