Gebrüderstraße

Aus Barmstedt-Geschichte
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Geschichte

Auf dem Luftbild von 1962 sieht man den Verlauf der Gebrüderstraße (diagonal Bildmitte), die große Halle der Papiergroßhandlung Curt Schmidt und die Hallen der Blechwarenfabrik Züchner
Der Hof Rotermund 1917 (Ecke Krützkamp/Gebrüderstraße
Diese Straße war ursprünglich ein privater Weg des Bauernhofes, der sich an der Kreuzung zum Krützkamp befand und seit den 1920er Jahren von der Familie Rotermund bewirtschaftet wurde. Zu den Flächen des Hofes in seiner unmittelbaren Nähe gehörten die heutigen Grundstücke nördlich des damaligen privaten Weges bis zum Gelände der Firma Züchner einschließlich des gesamten Bereiches der Danziger Straße. Die Hoferben verkauften die landwirtschaftlichen Flächen 1951 der Stadt Barmstedt, die dort Baugebiete auswies.

Der Gebäudebestand des Hofes wurde 1953 von der Familie Nienstedt übernommen, die dort bis 1956 ein Fuhrunternehmen betrieb, den H.J. Buth bis 1964 weiterführte. 1966 eröffnete Kurt Krumbiegel dort ein Möbelgeschäft.

Das Gebäude des Kindergartens in der Gebrüderstraße wurde 1969/70 von der Firma Züchner ursprünglich als Wohnheim für 52 Gastarbeiter errichtet. Nach umfangreichen Umbauarbeiten wurde am 1.9.1980 der Kindergarten als Übergangslösung eingeweiht.

In direkter Nachbarschaft befand sich die Papiergroßhandlung Curt Schmidt, Gebrüderstraße 12 - 20. Am 16. April 1945 wurde sie in Barmstedt gegründet. Die Firma Curt Schmidt verdankte ihr Entstehen dem Umstand, daß die Berliner Papiergroßhandlung F. Lüdecke, deren Hauptgesellschafter Curt Schmidt war, in den letzten Kriegsmonaten vernichtet wurde. Infolge freundschaftlicher Beziehungen wählte Curt Schmidt Barmstedt als neuen Standort für seine Firma. Bereits 5 Jahre nach der Gründung kam eine Verkaufsniederlassung in Hamburg hinzu. Das ständige Wachsen der Firma machte den Bau einer eigenen großen Lagerhalle mit Büro notwendig. Der Neubau in der Gebrüderstraße wurde im Januar 1960 fertiggestellt.

Der Kindergarten Gebrüderstraße im Jahre 1991

Berliner Straße

Sie wurde 1956 als Schotterstraße vom Nappenhorn bis zum Firmengebäude der ehemaligen Schuhfabrik Kopitschke (Später Renault Stegmann, heute abgerissen) gebaut. Die Verlängerung bis zur Gebrüderstraße erfolgte 1960.

Hier befand sich auch die Firma Christian Mahler (Opel-Mahler), Berliner Str. 4. Das Unternehmen wurde 1924 am Kuhberg gegründet. 1930 benötigte die Firma größere Räume und zog darum in die Reichenstraße 31 a um. 1935 erhielt Christian Mahler einen Vertrag als Opel- und Opel-Blitz-Händler. 1937 wurde noch zusätzlich eine Tankstelle auf dem gleichen Gelände errichtet. Während des Krieges lag der Betrieb mit einjähriger Unterbrechung still. Die Werkstatt der Luftwaffe aus Uetersen hatte ihre Maschinen für Kfz-Reparaturen hier eingelagert.

In den Jahren 1961/62 wurde die Kfz-Werkhalle in der Berliner Straße gebaut.

Siehe auch

Übersicht Barmstedter Straßen

Quellen

  • "Historischer Streifzug durch die Straßen Barmstedts" von Hans Dössel, bearbeitet von Rudolf Schröder und Hildegard Burchert aus der Broschüre "850 Jahre Barmstedt" (Hrsg. Stadt Barmstedt), 1989
  • Archiv R. Schröder