Gaststätten

Aus Barmstedt-Geschichte
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Zum weißen Rößl

Gaststätte "Zum weißen Rößl" in den 50er Jahren.
Die Gaststätte "Zum weißen Rößl" konnte eine etwa 80jährige Hausgeschichte aufweisen.

Die Gaststätte existierte bis 1973 am Ende der Königstraße (Nr. 61/63 - Ecke Seestraße).

In der Anlage und Ausführung gehörte sie zu den Gasthöfen, die eine Durchfahrt an der Straßenseite hatten und auf Pferdeausspann eingerichtet waren. Sie hat verschiedene Pächter gehabt und wurde öfter baulich verändert. Die Möglichkeit der Ausdehnung nach Süden wurde durch den Anbau eines Saales genutzt. Die später leerstehenden Ställe dienten der Erweiterung der Wirtschaftsräume und Klubzimmer. Ab 1927 konnte man vor dem "Weißen Rössel" Benzin tanken. Die Zapfstelle wurde später eingestellt. Nach 1945 hat das Haus Flüchtlinge beherbergt. 1954 wurde im Seitengarten an der Ecke Seestraße ein Verkaufspavillon aufgestellt.

Gaststätte "Zum weißen Rößl" in den 60er Jahren.
Mit dem Abriss des "Weißen Rößls" verschwand ein früher sehr beliebter Ort in Barmstedt. Mit ihm verknüpften viele Erinnerungen, wie an die erste Tanzstunde, an das jährliche Kinderfest, an ein Schülertreffen, an Hochzeiten und anderes mehr.

In den Jahren 1975-76 wurde an der Stelle der ehemaligen Gastwirtschaft ein dreigeschossiges Mehrfamilienhaus mit 18 Eigentumswohnungen erbaut.

Gastwirtschaft Hugo Stange, Englischer Garten

Gastwirtschaft Hugo Stange. Postkarte mit Stempel von 1912.


Waldschlößchen

Waldschlößchen 1910.

An der Kreuzung Gr. Gärtnerstraße / Düsterlohe liegt das Haus Große Gärtnerstraße 90, die ehemalige Gaststätte "Waldschlößchen", die ursprünglich aus einer Privatvilla hervorging. Der Name des Erbauers war bezeichnend für das, was er hier suchte: Sonnewald.

Die bemerkenswert günstige Lage veranlasste die folgenden Besitzer, das Haus (ab 1909) nach und nach zu einer Hotel-Pension auszubauen. So entstand hier eine gut besuchte Gaststätte, die bald auch zu einer begehrten Fremdenpension für Sommerfrischler aus Hamburg wurde. Zu Beginn des Jahres 1912 ließ daher der damalige Besitzer, Bernhard F.J. Zehnpfennig, neben dem Haupthaus ein neues Gebäude mit 24 Fremdenzimmern errichten.

Im Jahre 1913 ging das Gebäude in den Besitz der Familie Birn über. Nach dem 1. Weltkrieg verkaufte Karl Birn das Gästehaus und vergrößerte den Saal durch den Anbau einer Veranda. Von da an war das "Waldschlößchen" ein gut besuchtes Tanzlokal und Treffpunkt vieler Vereine. Anfang November 1988 schloss das "Waldschlößchen". Im Jahre 1989 ließen die neuen Besitzer den Saalanbau und die Veranda abreißen, um Platz für Wohnbebauung zu schaffen.

Waldschlößchen 1912 - nach dem Bau des Gästehauses.


Unverhofft, Feldstraße

Der Krug "Unverhofft" - Postkarte aus den 50er/60er Jahren

Das Gebäude an der Ecke Feldstraße/Mühlenstraße beherbergte früher den "Krug Unverhofft". Der Betrieb der Schankwirtschaft wurde am 31.1.1976 eingestellt. Am 23.4.1976 eröffnete die Firma Sophus Abel, Barmstedter Mühle, auf dem erworbenen Grundstück ein "Grünes Warenhaus", das bis Herbst 1986 bestand. Seit dem 1.5.1988 befand sich hier die Rettungswache Barmstedt. Das Haus stand danach lange leer, im April 2015 wurde es abgerissen.

Quellen

  • "Historischer Streifzug durch die Straßen Barmstedts" von Hans Dössel, bearbeitet von Rudolf Schröder und Hildegard Burchert aus der Broschüre "850 Jahre Barmstedt" (Hrsg. Stadt Barmstedt), 1989
  • Archiv Peter Steenbuck
  • Archiv R. Schröder