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Aus Barmstedt-Geschichte
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Matthias Heinrich Theodor Rauert

Matthias Heinrich Theodor Rauert
Matthias Heinrich Theodor Rauert (1806 bis 1859) stammte aus Ostholstein, er war Sohn eines Gutsbesitzers und wurde geboren am 17. September 1806.

1840 gab er das Buch "Die Grafschaft Rantzau" heraus. Es ist eine der ersten gedruckten geschichtlichen Darstellungen der Verhältnisse der Grafschaft und deren Entwicklung bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts.

Nach seinem juristischen Studium in Kiel und Göttingen war er von 1833 bis 1836 Amtssekretär auf Rantzau und lernte hier erstmalig die örtlichen Gegebenheiten kennen. 1836 wurde er als Kanzlist an die Regierung in Schleswig versetzt. Dort begegnete er dem Professor Falck, Herausgeber des "Staatsbürgerlichen Magazins", und wurde dessen Mitarbeiter. Von ihm empfing er auch die Anregung zu obiger Arbeit. Dabei kamen Rauert zunächst seine eigenen Kenntnisse und Erfahrungen, vor allem aber die Arbeiten des Amtsverwalters Hildemar thor Straten zugute. Letzterer hatte 1823 eine umfangreiche Schrift verfaßt: "Die Verfassung der Grafschaft Rantzau". Sie war ungedruckt geblieben. Rauerts Buch, dass sich zwar im Wesentlichen auf die Vorarbeit von thor Straten bezog, fand dennoch eine günstige Beurteilung. Er selbst bekam daraufhin 1843 das Amt des Amtsverwalters auf Rantzau. Die Folgen eines Schädelbruchs, den er sich bei einem unglücklichen Sturz mit dem Pferde zugezogen hatte, zwangen ihn 1857 sein Amt niederzulegen. Zwei Jahre später, 1859, starb er. Er wohnte zuletzt im Haus Königstr. 38.

Sein Buch hat auch heute noch seinen unbestrittenen Wert, wenn auch aus jeder Zeile der dänische Verwaltungsbeamte herausschaut. Lange Zeit war es eine Rarität auf dem Büchermarkt. Im Jahre 1936 erlebte es eine Neuauflage durch den damaligen plattdeutschen Verein "Jungs holt fast". 1983 wurde das Buch durch den Verlag der Buchhandlung J.M. Groth, Elmshorn, erneut aufgelegt.

Quellen

  • "Historischer Streifzug durch die Straßen Barmstedts" von Hans Dössel, bearbeitet von Rudolf Schröder und Hildegard Burchert aus der Broschüre "850 Jahre Barmstedt" (Hrsg. Stadt Barmstedt), 1989